Samstag, April 21, 2007

300 - der blödeste-beste Film seit langem


Diese Woche habe ich mir endlich 300 angeschaut. Meine Erwartungshaltung war eher von zwiespältiger Natur. Hatte ich den Trailer auf Grund seiner visuellen Ästhetik abgefeiert, waren doch die Befürchtungen groß, dass mir das ganze Ehre, Ruhm und „this is Sparta“ Gedöns doch mächtig auf die Nerven gehen könnte.

Vom visuellen Standpunkt aus betrachtet, konnte mich 300 auf jeden Fall beeindrucken und ich war froh mir das ganze auf epischer Größe auf der Riesenleinwand spendiert zu haben. Aber wie das mit Sehgewohnheiten so ist. Sie nutzen sich rasant ab. Und ein gut aussehender Film wird dadurch noch lange kein besserer. Spätestens nach der ersten Kampfszene, die noch durch ihren dynamischen, ballettartigen Stop and Go Stil zu überzeugen weiß, erwartet uns danach das spannungsarme und undramatische Immergleiche. Eine einzige Wiederholung. Ein aufgeblähter Trailer in 2 Std. Länge.

Es ist keine Story vorhanden. Die Charakter haben keine Tiefe, sind schablonenhaft und so verwundert es mich nicht, dass der Film von so verschiedenen Seiten vereinnahmt und die Hohlheit mit der jeweils eigenen Ideologie gefüllt wird. Da sehen die einen die Spartaner als Verteidiger des Westens gegen eine anonyme Masse von degenerierten, wie willenlos anstürmenden Asiaten aus dem bösen Osten, die aufgehalten werden müssen, um die „Freiheit“ zu verteidigen. Die Iraner schmollen, weil ihr kulturelles Erbe beschmutzt wird und König Xerxes aussieht wie ein 2-Meter großer NBA Transvestit, der gerne spartanische Ehrenmänner von hinten anfasst und sich einen Harem von entstellten dickbusigen Freaks hält. Andere wiederum drehen den Spieß einfach um und machen aus den Spartanern fanatische Kamikaze-Terroristen und Selbstmordattentäter, die sich gegen das Heer der übermächtigen imperialistischen Unterdrücker zur Wehr setzen Der deutsche Feuilleton spricht von einem faschistoiden Machwerk in Leni Riefenstahl Optik. Der Rest spottet über die Miesmacher, die einfach nicht in der Lage sind tolles Popcorn Kino zu genießen.

Nur so ist es wahrscheinlich zu verstehen, dass der Film auf der Berlinale von den Kritikern ausgebuht und vom zahlenden Publikum mit Szenenapplaus und stehenden Ovationen gefeiert wurde.

Okay, es handelt sich um eine Comicverfilmung und um keine präzise geschichtliche Abhandlung. Trotzdem hätte man die Sensibilität besitzen und sich fragen müssen, was passiert, wenn man Frank Millers Comic, das als eigenständige Kunstform nach eigenen Gesetzen funktioniert, zum laufen bringt. Ich verstehe nicht, wie viel Energie dafür verschwendet wird eine 1:1 Kopie von der Vorlage zu machen ohne sich vorher zu fragen, wie der Stoff umgesetzt ins Medium Film funktionieren könnte.

Zack Snyder ist sehr verwundert über die Diskussion, die 300 losgetreten hat. Mit einer fast kindlichen Naivität erklärt er, dass er gar nicht verstehen könne, dass der Film politisch gelesen wird. Entweder sind die Marketingstrategen bei Warner Brothers totale Genies, die durch virales Marketing und die „Brisanz“ des Films jetzt Millionen einfahren; oder einfach nur tumbe Holzköppe. Auch wenn der Comic von Frank Miller noch vor dem zweiten Golfkrieg entstand, muss man sich darüber bewusst sein, dass ein Film der 2007 erscheint anders aufgenommen wird als das Comic im Jahre 1998.

Was bleibt. Meine zwiespältigen Erwartungen werden durch einen sehr zwiespältigen Eindruck bestätigt. Man staunt über die Bilder, man fühlt sich als Freund von Hack`n Slay auf niedrigem Niveau trotzdem ganz ordentlich unterhalten, der kleine Junge in mir will sich ein Helm aufsetzen und mit einem Schild in der Hand gegen meinen WG Bewohner vorgehen. Der Kerl in mir will auch so`Sixpacks und ein bisschen Krieg. Der Filmkenner bemängelt die Substanzlosigkeit in Bezug auf die lahme, so undramatische Story und die holzschnittartigen Charaktere mit ihren saublöden Dialogen. Die Voice Over Stimmer nervt penetrant. Der politisch Korrekte ist empört über soviel Ehre, Stolz und Nationalismus bis zur Todessehnsucht. Über die makellosen Körper auf der einen und den monsterhaften auf der anderen Seite. Die einen sollen Ehrenmänner, die anderen Lüstlinge, Verräter und gesichtslose Feiglinge sein... usw.

300 – dieses Wirr Warr. Irgendwie faszinierend. Der Intellekt ruft ein angeekeltes „Nein“ – der Bauch schreit ein wildes „Ho, ho, ho, “ und will mehr Popcorn.

Wie gesagt: der beste-dümmste, vielleicht sogar gefährlichste Film, den ich seit langen gesehen habe. Ein schlechter Film, dem man sich nur schlecht entziehen kann.


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Mittwoch, April 18, 2007

7 Spiderman Ausschnitte auf Reelz.com

Bei Reelz.com könnt ihr euch 7 ca. einminütige Ausschnitte aus Spiderman 3 ansehen. Die Clips machen unglaublich Lust auf mehr. Das ganze reicht von romantischen Szenen zwischen Peter Parker und Mary Jane, die kuschelnd im Hängenmatten-Netz knutschen, über Peters gewaltsames Losreißen vom schwarzen Kostüm, dessen dunkle Substanz kurz darauf Eddie Brock befällt und ihn zu Venom mutieren läßt, bis hin zu einem Kran-Unfall, bei dem ein Hochhaus in seine Grundbausteine zerlegt und Gwen Stacy von Spiderman gerettet wird. Das ganze sieht alles verdammt spektakulär aus und langsam beginne ich den euphorischen Reviews der letzten Tage Glauben zu schenken.
Bei uns startet Spiderman 3 offiziell am 01.05.... da krachts ja traditionellerweise immer ganz ordentlich.


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Montag, April 16, 2007

Erste Stimmen zu Spiderman 3

Die ersten Reviews zu Spiderman 3 sind bei Aint it Cool eingegangen und versprechen bezüglich des Netzschwingers so einiges. Der Bann der schlechten Sequels soll gebrochen sein. Beide Kritiken sind sehr euphorisch und loben Teil 3 als bisher besten der Serie.

"Spider-man 3" must be the best visual action blockbuster ever and outdo all its predecessors. It is really rare to see a better sequel these days, right?



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Edward Norton in The Incredible Hulk


Die Marvel Studios haben bekanntgegeben, dass Edward Norton die Rolle des Bruce Banner und damit den grünen Berserker Hulk spielen wird. Dieses Comicfranchise überrascht immer wieder. Was habe ich damals gestaunt, als Ang Lee den Regiestuhl für den ersten Teil übernommen hat und aus dem Film eine quasi griechische Trägödie bastelte. Im Gegensatz zu vielen anderen hat mit der erste Hulk sehr gut gefallen. Die Regie für den zweiten Teil wird Louis Leterrier übernehmen, der mit The Transporter und Unleashed bewiesen hat, dass er zwar zünftige Action auf die Leinwand bringen kann, dem ich aber nicht wirklich zutraue eine Comic-Adaption mit dem Versuch von Charaktertiefe zu realisieren. Umso erstaunter war ich jetzt über die Bekanntgabe, dass sich Ede Norton an dem Hau-Drauf Helden versuchen will; gilt er doch als einer der besten Charakterdarsteller die Hollywood zur Zeit zu bieten hat. Hoffentlich gibt es nicht so ein böses Erwachen wie bei The Fantastic Four. Diesen habe ich nämlich gerade noch mal gesehen und auch beim zweiten mal blieb die Gewissheit bestehen, dass es sich um einen der schlechtesten Filme handelt, die ich jemals verdauen musste. So soll Hulk nicht enden. Die Dreharbeiten beginnen diesen Sommer in Toronto.


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Freitag, April 13, 2007

The Landlord - Sketch mit Will Ferrell

Ich kann nicht behaupten, dass ich immer unglaublich begeistert war von Filmen, in denen Will Ferrell mitgespielt hat. Trotzdem hat das nie etwas daran geändert, dass ich großer Fan von Will Ferrell selbst bin. Egal, ob in einer Hauptrolle oder im winzigsten Nebenauftritt, Ferrell macht immer was witzig draus. Egal ob als Riesenelfe, als Nacktjogger, "brennender" Rennfahrer oder in zahlreichen Saturday Night Live Sketchen. Hier könnt ihr nun Will Ferrell in einem kleinen 3-Minüter namens The Landlord sehen. Checkt außerdem den Trailer zu seinem neuen Film Blades of Glory mit Jon Heder (Napoleon Dynamite). Ein Film, den ich mir ohne Will Ferrell nie anschauen würde. So bekommt er doch noch eine Chance als Verleihversion der Videothek meines Vertrauens.


Blades of Glory


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Mittwoch, April 11, 2007

Darren Aronofsky Anti-Crystal Spots für das Montana Meth Project


Methamphetamin, das in der Szene als Crystal bekannt ist, wird in Amerika abgekürzt einfach Meth genannt. Das Montana Meth Project ist dort für eine groß angelegte mediale Präventionskampangne bekannt, die vor allem die Zahl der Erstkonsumierer reduzieren soll. Für dieses Unterfangen hat Reggiseur Darren Aronofsky, der sich in seinem Film Requiem for a Dream einer ähnlichen Thematik angenommen hat, mehrere Anti-Meth Commercials gedreht. Die jeweils 30 sekündigen Clips sind unglaublich düster und führen sehr eindringlich und emotional die Sackgasse auf, in die Meth-Konsum führen kann.

Schaut euch die restlichen Clips hier an.





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Samstag, April 07, 2007

Halloween Remake von Rob Zombie Teaser

Rob Zombies nächstes Projekt (nach dem auch von eher konservativeren Filmkritikern hochgelobten Devil´s Reject) ist ein Remake von John Carpenters Horror Klassiker Halloween von 1978, der damals das Slasher Genre begründete und unzählige Nachahmer fand (Freitag der 13., Scream usw...). Ich weiß nicht warum jeder Horror Film aus den 70ern jetzt noch mal neu aufgelegt werden muss und warum das wirklich eine große Herausforderung für Rob Zombie bedeuten soll. In meinem Augen ist diese ganze Aufkocherei von alten Stoffen echt öde und unnötig. Schauen wir mal was Herr Zombie daraus macht.

Den Halloween Teaser könnt ihr euch unter Yahoo Movies anschauen !!!